(La Teta Asustada)
Drama - Spanien/Peru 2008
97 MIn
Kinostart: 05.11.2009

Die Mutter singt im Sterben vom unbeschreiblichen Leid, das sie während des Bürgerkriegs erleiden musste und das sie durch die Muttermilch an ihre Tochter Fausta weitergab. Die ist inzwischen zwar fast erwachsen, traut sich aber nicht allein auf die Straße und hat sich aus Angst vor Vergewaltigung eine Kartoffel in die Vagina gesteckt. Fausta nimmt eine Arbeit als Hausmädchen bei einer reichen Pianistin an, um mit dem verdienten Geld ihre Mutter im Heimatdorf beerdigen zu können. Doch statt sie zu entlohnen stiehlt die Frau Fausta ihre Melodien.
Der peruanische Überraschungssieger der Berlinale erzählt von einer jungen Frau und ihrer Trauerverarbeitung, den Traumata des nationalen Terrors und den tiefen Verwundungen der Seele.
Trailer:
http://www.zelluloid.de/filme/trailer.php3?id=27688&clip_id=713



Ich habe nur so ein bisschen eine Aversion entwickelt gegen diesen 08/15-Arthaus-Kram. Da sind auf der einen Seite diese unterkühlten, unterschwellig melancholischen Deutschen (Liebes-)Dramen. Und auf der anderen Seite das sog. Weltkino, gerne folkloristisch. Oder kannst du dir bspw. eine iranische Regisseurin vorstellen, deren Film hier nach allen Regeln der Kunst verrissen wird? Eben. Es gibt eben bestimmte Filme, die findet man gut weil's politisch korrekt ist und weil gerade alle tun. 


